Interreligiöse Verständigung

Jedes Jahr sucht sich der Kirchengemeinderat ein Projekt heraus, das er durch Opfereinnahmen besonders unterstützen möchte. Für das Jahr 2020 hat sich der Kirchengemeinderat dafür entschieden, die “Interreligiöse Verständigung” vom Ökumenischen Institut Bossey des Weltkirchenrates zu unterstützen, da es eine der großen Herausforderungen unserer Zeit ist.

 

 

„Was können wir von unserem Glauben her dazu beitragen, dass wir drängende Probleme wie Gewalt und Ausgrenzung gemeinsam angehen und aktiv für ein gutes Miteinander der Religionen eintreten?“

„Welches Friedenspotenzial steckt in meiner und in deiner Religion?”

Im interreligiösen Bildungsprojekt des Ökumenischen Instituts Bossey stehen diese Fragen junger Menschen im Mittelpunkt. Das Projekt bietet Studierenden aus Christentum, Judentum und Islam die Möglichkeit, Kompetenzen im Umgang mit religiöser Vielfalt zu entwickeln und zu vertiefen. Der sechswöchige Intensiv-Kurs besteht aus drei Wochen Fernunterricht und einer dreiwöchigen Studienphase vor Ort in Bossey.

Eine Besonderheit des Kurses ist die internationale Zusammensetzung: Junge Menschen im Alter von 20 bis 35 Jahren aus ganz verschiedenen kulturellen Kontexten kommen ans Ökumenische Institut, um dort zusammen zu leben und zu lernen. Wenn beispielsweise ein orthodoxer Christ aus Serbien mit einer evangelischen Christin aus Simbabwe zusammen mit einer Muslimin aus Ägypten und einem Juden aus den USA über Religion und Gesellschaft diskutieren, zeigt sich die Vielschichtigkeit und Lebendigkeit interreligiöser Beziehungen.

Der interreligiöse Kurs findet jährlich statt, mit dem langfristigen Ziel, ein internationales Netzwerk von jungen Multiplikatoren aufzubauen, die in ihrem jeweiligen Kontext aktiv zum interreligiösen Dialog und zur Zusammenarbeit beitragen. Der Kurs 2020 ist der dreizehnte dieses Bildungsprojekts, in dem bisher über 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgebildet wurden. Eine zentrale Rolle spielen konstruktive interreligiöse Begegnungen, bei denen die soziale, die kognitive, die emotionale und die spirituelle Ebene miteinander verknüpft werden. Die Teilnehmenden dokumentieren ihre Erfahrungen und Einsichten im Verlauf des Kurses, um ihre Wahrnehmungen und Erkenntnisse in Bezug auf verschiedene religiöse Traditionen zu reflektieren und Ideen und Perspektiven für interreligiöse Zusammenarbeit zu entwickeln.

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